Warum niemand Ihnen einen Preis nennt
Fragen Sie fünf Agenturen, was eine Website kostet, bekommen Sie fünfmal „kommt drauf an". Das ist nicht mal falsch — aber es hilft Ihnen nicht, wenn Sie einfach nur wissen wollen, ob Sie mit 800 € oder mit 8.000 € planen müssen.
Deshalb hier die Zahlen, mit denen ich selbst arbeite. Keine Lockangebote, keine Sternchen: das sind die Preise, die auch in meinen Angeboten stehen.
Die einmaligen Kosten
| Was | Preis | Für wen |
|---|---|---|
| One-Pager (eine Seite, alles Wichtige) | ab 690 € | Einzelunternehmer, Handwerk, kleine Ladenlokale |
| Mehrseitige Website (Leistungen, Team, Kontakt, …) | ab 1.490 € | Betriebe mit mehreren Leistungen oder Standorten |
| Relaunch einer bestehenden Seite | ab 1.890 € | Seite existiert, ist aber alt, langsam oder nicht mobil |
| Performance- und Mobil-Optimierung | ab 390 € | Seite ist inhaltlich ok, aber zu langsam |
Der Unterschied zwischen One-Pager und Mehrseiter ist keine Design-Frage, sondern eine Inhalts-Frage. Faustregel: Wenn Sie Ihre Leistungen einem Kunden am Telefon in zwei Sätzen erklären können, reicht ein One-Pager. Wenn Sie für jede Leistung eine eigene Erklärung brauchen — und bei Google für jede Leistung gefunden werden wollen — brauchen Sie mehrere Seiten.
Die Module, die tatsächlich etwas verändern
Eine Website, auf der nur steht, wer Sie sind, ist ein digitaler Flyer. Was aus Besuchern Anfragen macht, sind die Funktionen:
| Modul | Preis | Wirkung |
|---|---|---|
| Online-Terminbuchung | ab 490 € | Termine kommen rein, während Sie arbeiten |
| Kontakt- / Anfrageformular | ab 190 € | Anfragen ohne Telefonat, mit allen nötigen Angaben |
| Tischreservierung | ab 450 € | Gastro: keine Reservierung mehr auf Zetteln |
| Digitale Speisekarte | ab 290 € | Karte ändern, ohne jemanden anzurufen |
| Bildergalerie / Referenzen | ab 250 € | Handwerk: Arbeiten zeigen statt beschreiben |
| KI-Chatbot als Website-Assistent | ab 890 € | Beantwortet Standardfragen rund um die Uhr |
| KI-Telefonassistent | ab 1.490 € | Nimmt ab, wenn Sie auf der Leiter stehen |
Wie sich das anfühlt, müssen Sie nicht glauben — Sie können es anklicken. Unter Beispielseiten nach Branche liegen fertige Seiten für rund 30 Branchen, in denen Terminbuchung, Chat und Telefonassistent wirklich laufen: etwa für Dachdecker, Arztpraxen oder Restaurants.
Die laufenden Kosten — der Posten, den alle unterschätzen
Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal kauft. Sie braucht einen Server, ein SSL-Zertifikat, Updates und Backups. Realistisch:
- Hosting inklusive Domain: ab 15 € / Monat
- Wartung und Updates: ab 39 € / Monat
- E-Mail unter eigener Domain (
info@ihrbetrieb.destatt@gmail.com): ab 9 € / Monat
Macht in Summe ungefähr 25 bis 65 € im Monat. Wer Ihnen 0 € laufende Kosten verspricht, verkauft Ihnen entweder einen Baukasten mit Jahresvertrag oder verschweigt, dass die Seite in zwei Jahren ungepflegt im Netz steht.
Was oft dazukommt — und warum
Google-Unternehmensprofil einrichten (ab 220 €). Für lokale Betriebe ist das Profil oft wichtiger als die Website selbst, weil viele Suchen direkt in der Karte enden. Warum das so ist, steht im Beitrag Nur Google-Profil, keine Website — reicht das?.
SEO-Grundoptimierung (ab 450 €). Damit Ihre Seite überhaupt eine Chance hat, für „Dachdecker Königswinter" zu ranken: Seitentitel, Struktur, Ortsbezug, Ladezeit, Verlinkung.
Analytics (ab 190 €). Ohne Zahlen wissen Sie nie, ob die Seite etwas bringt. Mit Zahlen sehen Sie nach drei Monaten schwarz auf weiß, wie viele Anfragen über die Seite kamen.
Ein realistisches Rechenbeispiel
Handwerksbetrieb, fünf Mitarbeiter, bisher keine oder eine sehr alte Seite:
- Mehrseitige Website: 1.490 €
- Anfrageformular: 190 €
- Referenz-Galerie: 250 €
- SEO-Grundoptimierung: 450 €
- Google-Profil: 220 €
Einmalig: 2.600 €. Laufend: rund 54 € im Monat für Hosting, Wartung und E-Mail.
Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von ein paar tausend Euro rechnet sich das nicht in Jahren, sondern in Aufträgen. Genau deshalb ist die relevante Frage nicht „Was kostet die Seite?", sondern „Wie viele Anfragen muss sie bringen, damit sie sich trägt?" — meistens ist die Antwort: erschreckend wenige.
Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen
- Kein Festpreis, sondern „ab"-Preise ohne Leistungsbeschreibung. Ein Angebot muss auflisten, was drin ist — und was nicht.
- Sie bekommen keinen Zugang zu Domain und Hosting. Ihre Domain gehört Ihnen, nicht dem Dienstleister. Sonst sind Sie erpressbar.
- Design zuerst, Inhalte später. Inhalte entscheiden über Anfragen, Design über den ersten Eindruck. In dieser Reihenfolge.
- Keine Aussage zur Ladezeit und zur Handy-Ansicht. Beides ist bei Google und beim Kunden entscheidend — mehr dazu unter Warum Ihre Website 2026 Kunden kostet.
- Jahresvertrag mit automatischer Verlängerung. Kommt fast nur bei Baukasten-Wiederverkäufern vor. Warum das teuer wird, steht im Baukasten-Vergleich.
Was ich Ihnen empfehle, bevor Sie irgendwo anfragen
Schreiben Sie in fünf Minuten auf: Was soll die Seite bringen — Anrufe, Terminbuchungen, Bewerbungen? Wer soll sie finden — Leute aus Ihrem Ort oder aus der ganzen Region? Und was von Ihren Inhalten (Fotos, Texte, Preise) existiert schon?
Mit diesen drei Antworten bekommen Sie überall ein belastbares Angebot statt einer Hausnummer. Und wenn Sie wollen, schauen wir gemeinsam auf Ihre Situation: Schreiben Sie mir kurz, oder gehen Sie direkt in die Beispielseite Ihrer Branche und fordern Sie dort ein unverbindliches Angebot an. Kostet nichts und Sie sehen vorher genau, was Sie bekommen.
In Praxis
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